Das Spiel ist aus.
Wenn aus Spaß Ernst wird
Pathologisches Spielen ist eine Fixierung auf Glücksspiele und die dazu notwendige Geldbeschaffung. Immer höhere Beträge werden eingesetzt, um Spannung und Erregung aufrecht zu erhalten, das Spielen verselbstständigt sich, der Spieler verliert die Kontrolle über sein Verhalten. Die Folgen sind oft erhebliche finanzielle Probleme und parallel dazu das Auseinanderbrechen von Beziehungen. In der Realität gehen dabei nicht nur immer größere Geldsummen verloren, sondern auch die Kontrolle über sich selbst.
Der Anreiz
Die – vorwiegend männlichen – Glücksspielsüchtigen zeigen auch ein reges Interesse an Nicht-Glücksspielen wie Schach oder an sportlichen Wettbewerben, in denen sie ihre Fähigkeiten erproben und dabei ihr subjektives Kompetenzgefühl selbstwertsteigernd erleben können. Auch die glücksspielertypische Beziehungsstörung verweist auf den äußeren Anreiz von Spielsituationen.
(Jörg Petry, Fachklinik Münchwies)
(Jörg Petry, Fachklinik Münchwies)


