Last statt Lust
Wenn Essen zum Problem wird
Essstörungen können bei Menschen aller Altersstufen auftreten; am häufigsten aber bei Mädchen und jungen Frauen, wesentlich seltener dagegen bei Jungen und Männern. Essstörungen sind psychosomatische Erkrankungen und somit keine Suchterkrankung im engeren Sinne. Allerdings beschreiben die Betroffenen ihre Verhaltensweisen oft als „suchtartig“. Ständiges Kalorienzählen, zwanghaftes Wiegen, Diät-Halten, Zu- und Abnehmen, schlechtes Gewissen als Reaktion auf Nahrungsaufnahme oder die Fixierung auf Essen oder Nichtessen bestimmen ihren Tagesablauf.
Essstörungen können entstehen, wenn es zu subjektiv erlebten Überforderungen kommt, verbunden mit dem Gefühl, schulischen, beruflichen oder privaten Anforderungen nicht oder nicht mehr zu genügen. Essstörungen sind Symptome innerer Not. Den Betroffenen gelingt es nicht mehr, die vom Leben an sie gestellten Forderungen altersentsprechend zu lösen.
Essstörungen können entstehen, wenn es zu subjektiv erlebten Überforderungen kommt, verbunden mit dem Gefühl, schulischen, beruflichen oder privaten Anforderungen nicht oder nicht mehr zu genügen. Essstörungen sind Symptome innerer Not. Den Betroffenen gelingt es nicht mehr, die vom Leben an sie gestellten Forderungen altersentsprechend zu lösen.
Formen der Essstörung
Magersucht (Anorexia nervosa)
Kennzeichen sind:
Kennzeichen sind:
Kennzeichen sind:
Kennzeichen sind:
- niedriges Körpergewicht (BMI unter 17,5 oder weniger als 85 % des altergemäßen Gewichts)
- große Angst vor Gewichtszunahme
- absichtlich herbeigeführter Gewichtsverlust oder nie erreichtes altersgemäßes Gewicht
- Körperschemastörung: Wahrnehmungsstörung des Gewichts und der Figur
- Ausbleiben der Menarche bzw. Menstruation
Kennzeichen sind:
- Heißhungeranfälle mit Kontrollverlust
- ständige Beschäftigung mit Essen, Gewicht und Figur
- intensive Angst vor Gewichtszunahme
- Selbstwertgefühl abhängig vom Körpergewicht und von der Figur
- Gegenregulierung: Erbrechen, Einnahme von Abführmitteln, Appetitzüglern und/oder Entwässerungstabletten, exzessiver Sport, Fasten
Kennzeichen sind:
- Essanfälle mit Kontrollverlust ohne "gegensteuernde Maßnahmen"
- ständige Beschäftigung mit Essen und ständiger Drang zum Essen
- starker Leidensdruck wegen Essanfällen, Gewicht und Figur
- Unter diesen Sammelbegriff fallen atypische, unspezifische und sonstige Essstörungen
- Die Begriffe Übergewicht und Adipositas bezeichnen keine Essstörung, sondern sind lediglich eine Klassifizierung des Gewichts. Hinter diesen Begriffen kann sich eine Essstörung verbergen.


